Thema des Monats

 

 

Urichala

Eier galten auch im Hummelgau als Symbol der Fruchtbarkeit, der Heilskraft und des Lebens. Das zeigen nicht zuletzt die mit Eiern geschmückten Osterbrunnen. Manchmal legte eine Henne ein dotterloses Ei, das viel kleiner als ein normales Hühnerei war (s. Bild). Diese Eier galten wegen des fehlenden Dotters als verhext. Sie durften nicht verzehrt werden. Stattdessen sollten sie vom Hofraum aus über das Hausdach geworfen werden, damit Unheil und Krankheit abgewehrt wurden. Solche Eier werden „Hexeneier“, manchmal auch „Drudeneier“ oder „Hahneneier“ genannt (weil man glaubte, das kleinere, dotterlose Ei hätte der Hahn gelegt). Im Hummelgau werden sie als „Urichala“ bezeichnet. Die Herkunft dieses Namens ist nicht klar. Ein Erklärungsversuch führt die Bezeichnung auf das U-Ringlein in der alten deutschen Schreibschrift zurück. Gerade in Schriftstücken des 19. Jahrhunderts begegnet man dem U-Ringlein in fast geschlossener Ei-Form.

 

Termine

Öffnungszeiten

Mitte März bis Mitte Dezember:
Mittwoch und Sonntag
jeweils 14 – 17 Uhr


Gruppen/Schulklassen auch
außerhalb der angegebenen Zeiten

 

Mitte Dezember bis Mitte Maerz und
Karfreitag geschlossen

 

Kontakt

Museum Hummelstube
Bayreuther Str. 42
95503 Hummeltal
Telefon 09201 9186235

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www.hummelstube.de

2020 © stefan m. kuehnlein