Thema des Monats

 

 

Kasse

Im Tante-Emma-Laden des Museum steht ganz hinten auf dem Tresen diese Kasse. Sie gehört zu den Vorläufern moderner Registrierkassen, denn im Gegensatz zu den Registrierkassen werden bei dieser Kasse die Verkaufsvorgänge noch nicht maschinell berechnet und gespeichert. Zwar spult ein Mechanismus im Inneren der Kasse bei jedem Bezahlvorgang die Kassenrolle (auf dem Deckel erkennbar) ein kleines Stück weiter, allerdings müssen die Eintragungen auf dem Papier handschriftlich erfolgen. Wenn die Kunden zahlen wollten, legten sie das Geld in das runde Feld, das oben in der Mitte zu erkennen ist. Ursprünglich war es vermutlich von einer Glasscheibe abgedeckt, die eine Öffnung besaß. Durch diese Öffnung legten die Kunden das Geld in eines der acht Kreissektoren. Durch den Drehmechanismus oben links wurde das Geld Stück für Stück weiter den Kreis entlang befördert, bis es im letzten Kreissektor durch eine Öffnung ins Kasseninnere fiel. Eine Klingel im Inneren der Kasse läutete, sobald an dem Drehmechanismus gedreht wurde. Das schrittweise „Herumwandern“ des Geldes hatte den Sinn, dass die Verkäufer so kontrollieren konnten, ob der jeweilige Kunde wirklich den richtigen Betrag in die Kasse legte. Wäre das Geld gleich ins Kasseninnere fallen, wäre diese Überprüfung nicht möglich gewesen. Bei jedem Drehen wurde der Kassenzettel etwas weiter gespult, so dass der jeweils fällige Betrag vom Verkäufer notiert werden konnte. Nach Geschäftsschluss am Abend mussten die Verkäufer die notierten Einzelbeträge zusammenzählen, um den Kassenstand überprüfen zu können. Das Wechselgeld erhielten die Kunden aus der untersten Schublade, die an einem Knauf herausgezogen werden konnte. Die Schublade darüber besitzt keinen Knauf. In ihr landete das Geld, mit dem die Kunden bezahlten. Die Ladenbesitzer konnten – wenn sie ihren Angestellten nicht trauten und Diebstähle verhindern wollten – die Bezahlschublade abschließen. Abschließbar war auch der Deckel der Kasse über das Schloss oberhalb der kleinen Schublade. Durch das Öffnen des Deckels wäre ebenfalls ein Hineingreifen in die Bezahlschublade möglich gewesen. Selbst die Wechselgeldschublade besaß ein Schloß – um einen möglichen Diebstahl zu verhindern, wenn der Verkäufe gerade unaufmerksam oder gar kurz abwesend war.

 

Termine

Öffnungszeiten

Mitte März bis Mitte Dezember:
Mittwoch und Sonntag
jeweils 14 – 17 Uhr


Gruppen/Schulklassen auch
außerhalb der angegebenen Zeiten

 

Mitte Dezember bis Mitte Maerz und
Karfreitag geschlossen

 

Kontakt

Museum Hummelstube
Bayreuther Str. 42
95503 Hummeltal
Telefon 09201 9186235

info@hummelstube.de
www.hummelstube.de

2020 © stefan m. kuehnlein