Thema des Monats

 

 

Kohlenbügeleisen

Ehe elektrische Bügeleisen Einzug in die Haushalte hielten, war das Bügeln eine oftmals schwierige Angelegenheit. Denn ohne Strom musste das Eisen auf andere Weise auf Temperatur gebracht werden. Dazu gab es verschiedene Möglichkeiten und auch unterschiedliche Typen von Bügeleisen. Eine weit verbreitete Art des Bügelns bestand mittels eines Kohlenbügeleisens. Wie der Name schon verrät, wurde das gusseiserne Bügeleisen mit Kohlen geheizt. Dazu wurde der Deckel des Bügeleisens aufgeklappt und glühende Kohlestücke hinein gegeben. Die augenförmigen Öffnungen an den Seiten und die zackenförmigen Löcher an Deckel des Bügeleisens sorgten für den nötigen Luftzug, damit die Glut der Kohlen nicht erlosch. Allerdings musste das Bügeleisen vor und während des Bügels immer wieder in der Luft geschwenkt werden, um die Kohlen am Glühen zu halten. Die anfallende Asche konnte durch eine Klappöffnung an der Rückenwand entfernt werden. Es benötigte einiges an Erfahrung, um das Kohlenbügeleisen während des Bügelns einigermaßen auf gleichmäßiger Temperatur halten zu können. Die Temperatur konnte durch die Menge der eingefüllten Kohlen und durch regelmäßiges Schwenken reguliert werden. Ein Holzgriff sorgte für eine Handhabung des heißen Eisens. Beim Bügeln mit dem Kohlenbügeleisen war Vorsicht geboten: durch den Luftzug und insbesondere beim Schwenken des Eisens konnten Ruß- oder Ascheteilchen auf die Wäsche fallen und diese verschmutzen. Da zudem im Haus gebügelt wurde, riefen die beim Verglühen der Kohlen entweichenden Kohlenoxyde oft Übelkeit bei den Büglerinnen hervor.

 

Termine

Öffnungszeiten

Mitte März bis Mitte Dezember:
Mittwoch und Sonntag
jeweils 14 – 17 Uhr


Gruppen/Schulklassen auch
außerhalb der angegebenen Zeiten

 

Mitte Dezember bis Mitte Maerz und
Karfreitag geschlossen

 

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2020 © stefan m. kuehnlein